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Sieben VR-Firmen, die man kennen sollte

Von Richard Löwenstein

Mithilfe moderner Virtual- und Augmented Reality-Technologien arrangieren bayerische Medienschaffende faszinierende Filme, Apps und Games, die den Betrachter vom bloßen Zuschauer zum integralen Teil einer Szene machen. Sieben Studios aus München entwickeln ganz vorne mit.

Ein Imagefilm für Audi Sport. Die Kamera schwebt einem Rennwagen entgegen, fängt genussvoll Felgen und Fahrzeugflanken ein. Auf den ersten Blick eine im Motorsport vertraute Inszenierung von Spannung, Kraft und Dynamik. Doch die Münchener Produktionsfirma Schwarzbild Medien hat den Streifen mit einer 360-Grad-Kamera gedreht. Mithilfe des Virtual-Reality-Headsets auf dem Kopf sitzen die Zuschauer*innen gemeinsam mit dem neunfachen Le Mans-Sieger Tom Kristensen im Fahrzeug und können sich im Cockpit umschauen oder den nächsten Kurveneingang suchen, während die Tachonadel der 300 km/h-Schallmauer entgegen schnellt.

Sportübertragungen, Dokumentationen und Reportagen fühlen sich deutlich intensiver an, wenn sie die Betrachter*innen aus der Beobachterrolle herausreißen und ins Epizentrum holen. Moderne Medienformate wie Virtual und Augmented Reality können das leisten. Mittlerweile sinken die Kosten für Hardware und Software und damit die Hürden für den Einstieg. Marktbeobachter gehen von stetigem Wachstum aus. SuperData Research schätzt den Umsatz mit VR-Hardware und -Software im Jahr 2019 auf 9,6 Milliarden US-Dollar, im Jahr 2021 auf 19 Milliarden US-Dollar.

Sieben Studios aus Bayern haben früh das Potenzial der Technologie erkannt:

Schwarzbild Medien

Live dabei beim Fahrzeug-Crashtest, im Flüchtlingscamp in Bangladesch oder bei der Langen Nacht der Architektur: Die Medienagentur Schwarzbild holt unter Einsatz von 360-Grad-Kameras und VR-/AR-Technologien den Betrachter raus aus der 2D-Komfortzone und rein in die Action. Der Zuschauer befindet sich im Epizentrum und kann sich – im Idealfall via VR-Headset – in der Szene umsehen. Er wird so vom Betrachter zum Augenzeugen. Airbus, Audi und andere namhafte Industriekunden setzen auf die Qualität von Bild, Schnitt und Dramaturgie.

K5 Factory

Lineares Storytelling in die Echtzeit-Immersion verlängern: Das ist der Schwerpunkt des Teams von K5 Factory. Als Tochterstudio der filmschaffenden K5 Media Group sind die Münchener bestens vernetzt und zeigen mit dem VR-Game zum französischen Science-Fiction-Thriller Anon von 2018, wie Virtual Storytelling funktionieren kann.

RealtimeLabs

Die Mediendesigner aus Franken fokussieren sich auf den Bau virtueller Welten im – vor allem unter Gamedesigner*innen – populären Baukastensystem Unity3D. Für Siemens, Playmobil und andere namhafte Kunden erschaffen die Nürnberger bezahlbare 3D- und VR-Animationen für Fachmessen, benutzerfreundliche Katalog-Apps mit kompletter Produktpalette und kindgerechte Control-Apps zur Steuerung von RC-Fahrzeugen über das Smartphone.

punchin.pictures entwickelt Image- und Werbefilme, vermietet sein Studio inklusive 3D-Scanner, VR-Ausstattung und Hohlkehle auch an andere Kreativagenturen. Foto: punchin.pictures

punchin.pictures

Die Produktionsfirma aus München berät, designt, entwickelt und inszeniert in ihrem Studio Image- und Werbefilme für KUKA, Bosch und andere namhafte Industriekunden. Das Team ist spezialisiert auf die hochwertig produzierte Einbettung virtueller Objekte in real gedrehte Szenen. Die Bilder entstehen unter Einsatz von Renderfarmen, VR-Systemen und Motion-Capturing-Technologien in einem Studio, das auf Wunsch vermietet wird.

DEXPERIO

Die Consulting- und Digitalagentur DEXPERIO bespielt die komplette Klaviatur an modernen Smart-Devices und beherrscht außerdem die Tonlagen verwandter Ökosysteme: Die Münchener bauen Apps für Wearables, Virtual-Reality-Anwendungen für Smartphones – und eben auch faltbare Einsteiger-Cases, die das Smartphone der Benutzer*innen integrieren und es so im Handumdrehen zum preiswerten Augmented-Reality-Headset machen.

Für das Kulturprojekt „Museum 4.0“ digitalisiert VR-Dynamix Exponate des Deutschen Museums und macht 3D-Modelle öffentlich verfüg- und erlebbar. Hier zum Beispiel den Mond-Rover der NASA. Bild: Deutsches Museum/Time in the Box/VR-Dynamix

VR-Dynamix

Unternehmensgründer Jürgen Dudowits befasst sich seit über 20 Jahren mit Virtual Reality-Anwendungen. Diesen Erfahrungsvorsprung bündelt Dudowits seit 2013 in seiner Münchener Full-Service-Agentur, die für Augmented-, Mixed- und Virtual-Reality-Projekte ein komplettes Leistungsspektrum anbietet: Beratung, Design und Umsetzung. VR-Dynamix kann auf eine Reihe funktionierender Use Cases verweisen, darunter VR-Projekte für das Deutsche Museum, die Bayerische Schlösserverwaltung und das Haus der Bayerischen Geschichte.

Milkroom

Eine bessere Adresse als Geiselgasteig kann es für eine Kreativagentur mit Schwerpunkt Games-Software und Virtual-Reality-Anwendungen kaum geben. Milkroom versteht sich als „Multiplatform Production Team“, das im Kundenauftrag große Namen und Marken – darunter Munich RE, Hot Wheels, Filmstadt Atelier – zum Gegenstand qualitativ hochwertiger VR-, Games- und App-Erlebnisse macht.