Foto: Hans-Martin Kudlinski / 1E9
1E9 Festival der Zukunft: Lust auf neue Technologien machen
Aus der 1E9 THE_CONFERENCE wurde 2022 das „Festival der Zukunft”. Erstmals fand das dreitägige Event in dieser Form im Juli im Deutschen Museum in München statt und verband dabei Fachthemen wie Web3, Biotech, KI oder Robotik mit erlebbaren Aktionen und Kunst. Wolfgang Kerler vom Medien-Startup 1E9 hat mit uns über das erste Festival der Zukunft, die Teilung in Fach- und Besuchertage sowie die Pläne für das kommende Jahr gesprochen.
Wolfgang, im Juli fand eure Konferenz erstmals seit Corona wieder in gewohnter Form als Präsenzveranstaltung statt. Wie zufrieden seid ihr mit dem Event?
Wolfgang Kerler: Wir sind sehr zufrieden, zumal wir aus der eintägigen 1E9-Konferenz ein dreitägiges Festival gemacht haben, zusammen mit dem Deutschen Museum. Mehr als dreimal so viele Teilnehmende und viel höhere Kosten – das war ein Wagnis. Aber es hat sich gelohnt.
Tatsächlich fand das „Festival der Zukunft” in diesem Jahr zum ersten Mal unter diesem Titel statt. Was hat euch zur Umbenennung veranlasst?
Kerler: Wir hatten einfach das Gefühl, dass wir in einer Zeit voller globaler Probleme und Herausforderungen den Menschen Inspiration, Optimismus und Lust auf Zukunft machen sollten. Wir wollten neue Technologien und Ideen für eine bessere Welt feiern. Das schafft ein Festival, das auch Keynotes und Diskussionen bietet, aber zusätzlich Kunst, Musik, Workshops und eine interaktive Ausstellung, besser als eine Konferenz.
»Alle Menschen müssen dabei sein, wenn es um Technologien und Ideen für die Zukunft geht.«
Wolfgang Kerler (Mitte), Co-Founder und Editor in Chief bei 1E9 / Foto: Hans-Martin Kudlinski / 1E9
Ihr fahrt ein gemischtes Modell aus einem Tag Fachkonferenz und zwei Tagen offenem Festival ohne Eintritt für alle Besucher:innen. Wieso habt ihr euch für dieses Modell entschieden?
Kerler: Die Zukunft braucht Vordenkerinnen und Visionäre, die sich austauschen, vernetzen und gegenseitig inspirieren müssen. Aber die Zukunft betrifft auch alle anderen Menschen, also sollten alle Menschen dabei sein, wenn es um Technologien und Ideen für die Zukunft geht. Außerdem wurde mit dem Festival unsere Location auf der Museumsinsel offiziell zum „Forum der Zukunft des Deutschen Museums“ erklärt. Das musste mit der ganzen Stadt gefeiert werden.
Wolfgang Kerler: Wir wollen mit dem Festival der Zukunft ein besonderes Erlebnis für die Teilnehmenden vor Ort schaffen
Digital, hybrid, Präsenz – die Zukunft von Branchenevents wurde in den letzten Jahren vermehrt auch im digitalen Raum gesehen. Wie beurteilt ihr diese Entwicklung?
Kerler: Wir hatten in den letzten zweieinhalb Jahren wunderbare hybride und digitale Events, auch komplett digitale Konferenzen. Doch für unser größtes Event des Jahres – das „Festival der Zukunft“ – steht für uns auch für 2023 im Mittelpunkt, ein besonderes Erlebnis für die Teilnehmenden vor Ort zu schaffen. Für alle, die nicht persönlich dabei sein können, gibt’s natürlich trotzdem einen Livestream oder Mitschnitte, und in unserem digitalen Magazin greifen wir viele der Inhalte auf. Parallel haben wir aber mit unseren „1E9 Community Sessions“ auch ein neues digitales Format gestartet – für kleinere Gruppen, als regelmäßigen Austausch über Zukunftsthemen und um voneinander zu lernen.
Eintauchen in neue Technologien auf dem Festival der Zukunft. Foto: Hans-Martin Kudlinski / 1E9
Könnt ihr uns schon einen Ausblick darauf geben, wie es bei euch in Zukunft weitergeht? Was erwartet die Besucher:innen im kommenden Jahr?
Kerler: Wir haben das Festival in diesem Jahr zum ersten Mal durchgezogen – und waren wirklich zufrieden. Fast 4.000 Leute waren dabei, das Feedback war richtig gut. Trotzdem sind uns natürlich viele Kleinigkeiten aufgefallen, die wir besser machen wollen. Daran wollen wir arbeiten.
Auch am Format schrauben wir für 2023 ein bisschen: Einen Tag wird wie gehabt die Fachkonferenz bekommen und einen Tag die ganze Öffentlichkeit – von Kindern bis Großeltern. Neu hinzu kommt ein Tag, den wir der nächsten Generation an Visionär:innen, Innovator:innen, Vordenker:innen widmen. Vom Studierendenprojekt bis zum Early-Stage-Start-up.
Da wir das Event als kleines Start-up stemmen, freuen wir uns übrigens über Partner mit Ideen und Budget. Also gerne bei uns melden!
Auf dem Festival der Zukunft erwarten die Besucher:innen nicht nur Fachthemen, sondern auch Kultur und Unterhaltung. Foto: Hans-Martin Kudlinski / 1E9
Auf die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Dienstleistern und Stakeholdern kommt es an
Welche Learnings nehmt ihr aus den vergangenen turbulenten Jahren mit?
Kerler: Auf jeden Fall so planen, dass sich möglichst lange aus einem physischen auch ein digitales Event machen lässt. (Wir mussten einmal innerhalb von drei Tagen umstellen. Hat geklappt.) Außerdem eng und vertrauensvoll mit Agenturen, Kreativen, Dienstleistern zusammenarbeiten – und ihnen unter dem Jahr auch mal andere Aufträge vermitteln. Denn auf diese Zusammenarbeit kommt es an, wenn es kompliziert wird.
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