Was mit Medien: Die Top-Adressen für die Medienausbildung in Bayern

Von Lena Hecker

Traumberuf „Was mit Medien“. Aber was genau? Die Vielfalt an Medien-Teilbereichen und Job-Profilen bietet zahlreiche Möglichkeiten, in der Branche Fuß zu fassen – gar nicht so einfach, den Überblick zu behalten. Zusammen mit START INTO MEDIA haben wir eine Auswahl spannender Hochschulen und Ausbildungsstätten in Bayern zusammengestellt, in denen kreative Köpfe ihr Medien-Handwerk lernen können.

Film und Fernsehen

BAF – Bayerische Akademie für Fernsehen und Digitale Medien

Die in Unterföhring gelegene Bayerische Akademie für Fernsehen und Digitale Medien befindet sich in direkter Nachbarschaft zu wichtigen TV-Sendern und Produktionsfirmen wie dem BR, ZDF, ProSiebenSat.1 oder Sky. Ein Diplom als Fernsehjournalist*in, Kameramann*frau, Cutter*in/Editor*in oder Visual Effects (VFX) Artist an dieser Akademie schafft somit beste Verbindungen zur Branche. Auch die Projekte der Studierenden können sich sehen lassen: Von Drehtagen in Sibirien bis hin zu Talkshows der Student*innen sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Pluspunkt: Für die Ausbildung wird exakt die gleiche Technik wie in den großen TV-Sendern nebenan genutzt.

HFF München – Hochschule für Fernsehen und Film München

Wer davon träumt, die Filmkunst zum Beruf zu machen, kann sich an der HFF zwischen sieben Studiengängen wie Kino- und Fernsehfilm, Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik oder Bildgestaltung und VFX (visuelle Effekte) entscheiden. Die HFF erinnert mit ihrem 2012 offiziell zum Bernd-Eichinger-Platz ernannten Standort an einen ihrer bedeutendsten Absolvent*innen. Dieser ist in guter Gesellschaft: Weitere bekannten Filmemacher*innen, die hier ihre Ausbildung gemacht haben, sind unter anderen Caroline Link, Roland Emmerich oder Marcus H. Rosenmüller.

Pluspunkt: Die HFF besitzt vier eigene Kinosäle, in denen Studierende ihre Projekte stilecht vor großem Publikum präsentieren können.

Foto: HFF München

Journalismus

DJS. Deutsche Journalistenschule

Was haben Sandra Maischberger, Günther Jauch und Kurt Kister gemeinsam? Sie gehören zu den bekanntesten Absolvent*innen der Deutschen Journalistenschule in München (DJS). Die 15-monatige Kompaktausbildung setzt kein Studium voraus und konzentriert sich ganz auf die journalistische Praxis. Die Ausbildung steht jährlich nur 45 Nachwuchsjournalist*innen, die in einem mehrstufigen Bewerbungsprozess ausgewählt werden, zur Verfügung.

Pluspunkt: Zeitgleich zum praktischen Training haben Studierende die Möglichkeit, die journalistische Praxis mit Theorie und Forschung anhand eines Master-Programms am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der Ludwig-Maximilians-Universität zu kombinieren.

MEDIASCHOOL BAYERN

Medienmacher*innen von morgen bekommen bei der MEDIASCHOOL BAYERN in Sende- und Produktionsstudios die Möglichkeit, unter professioneller Anleitung erste Erfahrungen in Audio, Video und Online zu sammeln. Die Radioprogramme M94.5 (München) und max neo (Nürnberg) werden fast ausschließlich von Schüler*innen, Auszubildenden oder Student*innen betreut. Dass dieses innovative und praxisorientierte Modell funktioniert, belegen zahlreiche TV- und Radio-Preise, wie zum Beispiel der BLM-Hörfunkpreis oder der Eyes & Ears Award.

Pluspunkt: Die MEDIASCHOOL BAYERN ist eine Adresse, die sich bei Radio- und TV-Sendern einen Namen gemacht hat. Viele Absolvent*innen haben durch die journalistischen Erfahrungen, die sie dort sammeln konnten, schnell in privaten oder öffentlich-rechtlichen Rundfunkunternehmen Fuß gefasst.

Foto: Chris Fay

IT

ReDI School of Digital Integration

Die ReDI School wurde 2016 mit dem Ziel gegründet, Menschen durch Technologie zusammenzubringen und Geflüchteten die Integration in die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt zu erleichtern. Heute vermittelt die ReDI School in kostenlosen Kursen digitale Fähigkeiten an IT-affine Personen, die keinen Zugang zu digitaler Bildung haben. Ein eigenes Frauenprogramm zielt zudem darauf ab, Frauen darin zu unterstützen, ihre persönlichen und professionellen Ziele zu erreichen. 2018 wurde die ReDI School von der Financial Times Deutschland zu einer der 100 innovativsten Initiativen in Deutschland ernannt.

Pluspunkt: Die ReDi School verfügt über starke Partner aus der Medien- und IT-Branche – etwa Accenture oder Microsoft.

Mode trifft Medien

AMD Akademie Mode & Design

Die AMD bietet in München Bachelor- und Masterstudiengänge rund um die Themen Mode & Fashion an: zum Beispiel Fashion Journalism & Communication, Modejournalismus/Medienkommunikation oder Marken- und Kommunikationsdesign. Die seit über 30 Jahren bestehende Akademie vermittelt Studierenden praxisorientiert, wie Storytelling in Text, Film und Fotografie funktioniert oder wie man ein unverwechselbares Marken-Image erschafft.

Pluspunkt: Auszubildende haben die Chance, mit Kooperationspartnern wie zum Beispiel der Süddeutschen Zeitung oder Burda zusammenzuarbeiten.

Foto: AMD

Staatliche Hochschulen

Hochschule Ansbach

Alle, die gerne praxisorientiert studieren möchten, sind bei der Hochschule Ansbach gut aufgehoben. Sie bietet Studiengänge wie Visualisierung und Interaktion in digitalen Medien, Digital Marketing und Public Relations oder Unternehmenskommunikation an. Den Student*innen stehen ein Foto-, Ton- als und TV-Studio für die Umsetzung ihrer Projekte zur Verfügung. Studierende können frei entscheiden, in welchem Gebiet sie sich spezialisieren wollen und Studieninhalte schwerpunktmäßig nach persönlichen Präferenzen wählen.

Pluspunkt: Wer während des Studiums die zündende Idee für ein innovatives Medien-Startup hat, kann diese mithilfe der Workshops und Angebote des Media Lab Ansbach weiterentwickeln. Das Media Lab arbeitet eng mit der Hochschule zusammen.

Hochschule Augsburg

In Augsburg kann man neben Kommunikationsdesign auch Interaktive Medien und Interaktive Mediensysteme studieren. Der auf sieben Semester angelegte Bachelor ist interdisziplinär ausgerichtet und vermittelt medienspezifische Kompetenzen in den Bereichen Gestaltung und Informatik. Wer sich für Softwareentwicklung, Gamedesign oder Web- und App-Entwicklung interessiert, sollte diesen Studiengang ins Auge fassen.

Pluspunkt: Beim Mentoring-Programm der Hochschule Augsburg begleiten spannende Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Gesellschaft die Studierenden und fördern sie individuell.

Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden

Für das Fachgebiet der Medienproduktion lohnt ein Blick auf die Angebote der OTH Amberg-Weiden: Interessierte können sowohl Medieninformatik als auch Medientechnik oder Medienproduktion studieren und ihre Kenntnisse im Master vervollständigen. Während des Studiums finden Projekte wie die Entwicklung von Kurzfilmen, Hörspielen oder Printartikeln statt. Durch die Kombination von Technik und Gestaltung können Studierende sich so zu wahren „Medien-Allrounder*innen“ entwickeln.

Pluspunkt: Studierende der OTH Amberg-Weiden produzieren ein eigenes TV-Magazin „123 Campus“ mit Videobeiträgen und Moderationen zu Themen rund um die Hochschule.

Technische Hochschule Deggendorf

Wer sich für ein Medientechnik-Studium interessiert, sollte nach Niederbayern schauen. Das Besondere am Studiengang der THD Deggendorf ist, dass es sich hierbei um einen Ingenieurstudiengang handelt. Der Fokus liegt auf technischen Inhalten sowie der Vermittlung eines breiten Fachwissens im Bereich Druck, TV/Film, Radio und neue Medien. Der konsekutive Master Medientechnik findet in Kooperation mit der Technischen Hochschule Amberg-Weiden statt.

Pluspunkt: Als „Affiliate Member of the UNWTO“ ist die Hochschule seit September 2020 im internationalen Umfeld der UN sichtbar und kann Ressourcen wie die e-Library, Statistiken oder Materialien der UNWTO zugreifen und für Lehre und Forschung nutzen.

Universität Passau

Am Zentrum für Medien und Kommunikation der Universität Passau können Studierende neben dem Bachelor „Medien und Kommunikation“ auch den Studiengang „Journalistik und Strategische Kommunikation“ belegen. Das Innovative daran: Journalismus wird in Kombination mit PR gelehrt und befähigt Absolvent*innen so für zwei zentrale Berufsfelder in der Medienbranche.

Pluspunkt: An der Uni Passau gibt es ein TV- und Radiostudio sowie einen eigenen Newsroom.

Foto: Universität Passau

Private Hochschulen

Hochschule Macromedia

Die private Hochschule Macromedia beschäftigt rund 100 Professor*innen aus Industrie, Hochschul- und Agentur-Bereich. Durch die Kombination von Praxisseminaren und Grundlagen des Managements können Studierende hier Fertigkeiten erlernen, die optimal auf die Herausforderungen der Arbeitswelt im Medienbereich vorbereiten. Das Angebot der Bachelor- und Master-Studiengänge reicht von Film, Design und Journalistik bis hin zu Medien- und Kommunikationsmanagement.

Pluspunkt: Zum Studium gehören reale Aufgabenstellungen und Praxisprojekte mit renommierten Unternehmenspartnern wie Siemens, Adobe oder Sky.

MD.H Mediadesign Hochschule

Die MD.H ist einer der größten privaten Anbieter für Studiengänge und Ausbildungen in den Bereichen Neue Medien, Games, Mode, Medien- und Kommunikationsmanagement und IT. Durch die Pflege intensiver Kontakte zu Wirtschaftsunternehmen kann der Career Service der Hochschule Absolvent*innen den Einstieg ins Berufsleben erleichtern.

Pluspunkt: Auch für Berufstätige ist die MD.H ein guter Anlaufpunkt: Der Abendkurs im Grafikdesign bietet beispielsweise die Möglichkeit, sich nebenberuflich in diesem Bereich weiter zu qualifizieren.

Foto: Hochschule Macromedia

Noch nicht das Richtige mit dabei?

Dann lohnt sich ein Blick zu START INTO MEDIA! Die neue Initiative der bayerischen Staatskanzlei informiert Schüler*innen, Studierende und Auszubildende über die zahlreichen Medien-Aus- und -Weiterbildungsmöglichkeiten in Bayern und fördert den Austausch zwischen Ausbildungseinrichtungen und Medienunternehmen.

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