„Club Carlo“: Wie Carlo Sommer als Solo-Podcaster durchstartet
Der Wahlmünchner Carlo Sommer – aufgewachsen in Fürth – spricht in seinem Videopodcast-Format „Club Carlo“ auf Spotify und YouTube über private Themen, Trends und mehr. Und das allein. Welche Besonderheiten hat er dabei im Blick?
Carlo, du hostest deinen Podcast ganz allein – wie kam es dazu?
Carlo Sommer: Ich hatte Lust, meinen Zuhörer:innen die Chance zu geben, mich besser kennenzulernen. Die meisten kennen mich von Instagram oder TikTok, da habe ich mit den rund 90-sekündigen Videos nicht sehr viel Zeit, um eine persönliche Beziehung mit meiner Community aufzubauen. Dafür nutze ich den Podcast und wollte einfach ausprobieren, ihn allein zu hosten. In Amerika zum Beispiel gibt es mehr Solo-Podcasts als in Deutschland. Das gibt mir auch die Freiheit aufzunehmen, wann immer mir danach ist. Die besondere Herausforderung ist die Themenwahl. Und man muss allein performen und die Stille füllen – man kann sich auf niemanden stützen.
Wie kommst du auf die Themen, die bei deiner Community gut ankommen?
Carlo: Häufig orientiere ich mich an Internet-Trendthemen, zu denen ich eine persönliche Geschichte erzählen kann. Diese Verbindung von Privatleben und Themen, die bereits in vielen Köpfen der Zuschauer:innen sind, macht es dann leichter, eine emotionale Verbindung herzustellen. Ich hoffe, dass meine Community meinen Podcast als positive Auszeit nutzen kann, vielleicht kurz abgelenkt ist von den Problemen, die sie hat. Wenn meine Inhalte bei den Zuhörer:innen Gefühle auslösen, lassen sie mich das auch in Interaktionen wissen. Das freut mich dann am allermeisten.
Warum hast du dich für einen Videopodcast entschieden?
Carlo: Das gibt den Zuhörer:innen eine neue Möglichkeit, das Medium zu konsumieren, und ich kann wiederum Quellen einblenden oder Bilder zeigen. Einige bevorzugen trotzdem die Audioversion, andere schätzen gerade das Visuelle. Dadurch wird die Zielgruppe größer: Ich erreiche Leute auf YouTube, die mich vorher nicht kannten.
Siehst du weitere Unterschiede zwischen den Kanälen?
Carlo: Das Engagement ist bei YouTube höher. Das mag daran liegen, dass User:innen es noch nicht gewohnt sind, dass sie auch auf Spotify die Möglichkeit haben zu kommentieren. Die meisten Hörer:innen habe ich wiederum auf Spotify. Bei der Demografie gibt es keine allzu großen Unterschiede, die meisten Hörer:innen auf beiden Plattformen sind etwa in meinem Alter (29), zum Großteil Frauen.
Bannerbild: Oğuz Yilmaz




