Tacos und Tacheles: Das war die SXSW 2026
Die Digital- und Kreativkonferenz South by Southwest (SXSW) in Austin ist vorbei. Das neue Veranstaltungs-Konzept ist aufgegangen, die Relevanz für die bayerische Medienbranche hat sich bewährt. Ein Rückblick auf sieben Tage in Texas.
Im US-amerikanischen Austin geht gerade die vierzigste Ausgabe der SXSW zu Ende. Über 850 Konferenzsessions und mehr als 600 Mentor:innen- und Networking-Events fanden in den letzten Tagen hier in den texanischen Silicon Hills statt. Mit ihrer Fülle an High-Tech-Firmen und ihrem innovativen Ruf macht die Stadt ihrem kalifornischen Namensgeber schon seit Jahren Konkurrenz. Die besten Voraussetzungen also für eine Konferenz, bei der die wichtigsten Trendthemen aus Tech, Medien und Gesellschaft diskutiert werden. Und für die Delegation der bayerischen Medienbranche, die Ideen, Inspiration und Kontakte vor Ort abgreifen konnte.
Panels und Ausstellung im German Haus der SXSW 2026
Anlaufstelle und Ausgangspunkt für die Erkundung der Konferenz im Stadtzentrum war erneut das German Haus, finanziert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, bei dem XPLR: MEDIA in Bavaria als Partner auftrat. An fünf Tagen wurde hier auf und neben der Bühne viel diskutiert. Internationale Networking-Formate auf der Dachterrasse der Location sorgten für reichlich Austausch zwischen Gästen und Beteiligten. „Wir haben hier bei unserer ersten SXSW und im German Haus wirklich tolle Connections geknüpft und kommen sehr gerne wieder“, sagt Magnus Strobel von der Demokratieplattform Nexus Politics.
Strobel und viele andere konnten dieses Jahr von der Ausstellungsfläche für Startups im German Haus profitieren, bei der sich jeden Tag junge deutsche Unternehmen aus den Bereichen AI, DeepTech, MediaTech, Gesellschaft, Entertainment, XR und vielen mehr präsentierten. Darunter waren auch die bayerischen Medien-Startups SUMM.AI, Resonance Spaces, Nexus Politics und das auch schon vom Media Lab Bayern geförderte PHONT.
Bayern-Feeling im Munich Haus
Die German-Texan Heritage Society im Norden Downtowns nahm am Samstag Oktoberfest-ähnliche Züge an, als die Location für einen Tag zum Munich Haus wurde. Viele amerikanische, brasilianische und andere internationale Gäste ließen sich da natürlich nicht zwei Mal bitten. FC Bayern-Übertragung, Biergarten und Hammerschlagen lenkten aber nicht vom eigentlichen Ziel des Auftritts ab: die Innovationsstärke und Standortvorteile des Münchner Ökosystems zu zeigen.
Am Stand von XPLR: MEDIA standen Vernetzung und Sichtbarkeit für die bayerische Medienbranche an oberster Stelle. Wer zusätzlich ein kleines Quiz absolvierte, durfte sich auch direkt mit dem diesjährigen Pin der bayerischen Delegation ausstatten lassen.
Einmalige Chance für Austausch und Inspiration
Nicht nur bei den Veranstaltungen und Ausstellungen in den deutschen Präsenzen war der Bedarf nach Austausch groß. Auf allen offiziellen SXSW-Bühnen und in den Vertretungen anderer Länder und Regionen standen das Teilen von Erfahrungen und der Umgang mit aktuellen Herausforderungen, allen voran dem enormen Umbruch durch KI, auf der Agenda. Die neue Ausrichtung der SXSW mit Parallel-Tracks zu Innovation, Film und Musik tat dem keinen Abbruch.
Die Mitfahrenden der bayerischen Delegation waren abermals überzeugt, dass die SXSW ein wichtiger Treffpunkt und eine inspirierende Erfahrung für die nächsten Projekte in der Heimat waren. Christian Nitsche, Chefredakteur beim Bayerischen Rundfunk, über seine Take-aways der letzten Tage in Austin: „Einfach den Schwung mitnehmen. Von diesem Trip zur SXSW werden wir noch Monate profitieren. Von den Ideen, den Kontakten und vor allem dem texanischen Spirit: Einfach machen!“
Bannerbild: Alexander Schliephake / Inshorefilms for GERMAN HAUS 2026


















