6 KI-Unternehmen aus Bayern: It's all about AI
Selten hatte eine neue Technologie das Zeug dazu, die Welt so zu verändern wie die Erfindung von generativer künstlicher Intelligenz. Auch wenn generative KI eine noch junge Disziplin ist, beherrschen ihren Einsatz schon viele innovative Köpfe – auch in Bayern. Junge Unternehmen aus der bayerischen Medienlandschaft nutzen die Technologie auf kreative und vielfältige Weise – für sich, aber auch für andere. Zum Beispiel, indem sie hilfreiche KI-Tools für Medienschaffende entwickeln. Diese sechs Namen solltest du dir merken.
Storybook Studios
Sie sind technische Vorreiter in der Filmbranche: Die Produktionsfirma Storybook Studios, die zur Pantaflix AG gehört, möchte mithilfe von KI das Storytelling und die Produktion von Bewegtbild-Produktionen revolutionieren. Der Gedanke: Künstliche Intelligenz soll bei jedem Produktionsschritt eingebunden werden und somit den Prozess des Filmemachens kostengünstiger und schneller gestalten. Durch diese Vorgehensweise können Filmprojekte viel einfacher und mit weniger Ressourcen entstehen. Das Münchner Team rund um CEO Stephanie Schettler-Köhler und Founder Dan Maag startet mit seinem innovativen Konzept gerade voll durch – selbst Filmproducer aus Hollywood sind bereits auf die bayerischen Medienmacher:innen aufmerksam geworden. Ihr jüngster Erfolg ist die Veröffentlichung ihrer ersten, komplett mit KI erarbeiteten Produktion „Space Vets“. Die animierte Kinderserie handelt von Tierärzten, die im Weltall leben.
audEERING
So nützlich Sprachtechnologien wie Amazons Alexa oder Apples Siri bereits sind – spricht man mit ihnen, hat man nach wie vor das Gefühl, dass eine Maschine antwortet. Für eine echte, emotionale Unterhaltung klingen die Systeme noch viel zu sehr nach Roboter und können noch nicht genügend auf menschliche Interaktion eingehen. audEEring möchte genau das ändern: Das Unternehmen, das im oberbayerischen Gilching nahe München sitzt, hat eine Voice-AI-Technologie entwickelt, die es Maschinen ermöglicht, menschliche Stimmen zu verstehen und mit Empathie zu reagieren. Die KI analysiert 16.000 akustische Datenpunkte pro Sekunde und kann die Komplexität von Stimme und Sprache in einem ganz neuen Umfang erfassen. Damit macht audEEring den Weg in ein neues Zeitalter einfühlsamer KI-Interaktionen frei.
Startup-Förderung durch das Media Lab Bayern
Innovative Startups finden Unterstützung und Förderung beim Media Lab Bayern. Unternehmen wie Footprint Intelligence, HypeRate.io oder RedakTool zählen zu Projekten, die mit dem Lab aktuell oder in der Vergangenheit zusammengearbeitet haben.
HypeRate.io
Streamer:innen kennen das Problem: Der größte Aufwand kommt erst nach der Live-Session, wenn es darum geht, Zusammenfassungen und Highlight-Videos zu schneiden. Stundenlanges Material zu sichten und nach den besten Momenten zu durchforsten, ist mühsam – und muss doch einfacher gehen, hat sich das Team von HypeRate.io rund um Gründerin Hendrikje Wagner gedacht. Das Unternehmen hat einen KI-Assistenten entwickelt, der auf Basis von körperlichen Signalen wie dem Herzschlag die emotionalsten Momente erkennt und dadurch die besten Clips für ein Highlight-Video findet. Mithilfe dieser Daten, die durch eine Smart Watch erhoben werden, kann die KI zielgerichtete Highlights automatisiert kreieren. Mit seinem Produkt richtet sich HypeRate.io direkt an die E-Sports- und Gamingbranche. Die Vision von HypeRate.io: Content soll emotionaler, spannender und mitreißender werden – und Streamer:innen damit erfolgreicher.
Loyalift
Trends entdecken, bevor sie überhaupt zum Trend werden – das möchte Loyalift seinen Kunden ermöglichen. Das Startup von Niclas O. Bell, Niklas Klausner und David Hamann bietet eine innovative B2B-SaaS-Lösung für Werbetreibende. Egal ob bei Twitch, TikTok oder auf Meta-Plattformen: Loyalift nutzt unter anderem künstliche Intelligenz, um Videoinhalte, egal ob Uploads oder Live-Inhalte, zu analysieren. Die Software erstellt detaillierte Marketing-Dashboards, gewährt Echtzeit-Einblicke in Interaktionen und identifiziert Stimmungen in den Communities oder Key Moments im Engagement. Auf Basis dieser Analyseergebnisse können Marken PR- und Marketingstrategien entwickeln, die die Bedürfnisse ihrer Zielgruppe genau entsprechen.
RedakTool
Im Redaktionsalltag fallen viele Aufgaben an, die Zeit kosten und leicht von einer KI-Assistenz übernommen werden könnten – zumindest, wenn diese in guter Qualität arbeitet. An einer solchen zuverlässigen Unterstützung für Redaktionen arbeitet das Münchner Startup RedakTool. Bei seinem Produkt handelt es sich nicht um ein selbst programmiertes KI-Modell, sondern eher um eine Art „Werkzeugkasten“, in dem Redakteur:innen und Content Creator die besten bestehenden KI-Angebote für unterschiedliche Aufgaben vorfinden. Content generieren, Interviews transkribieren, Texte lektorieren – all das soll in einem einzigen Tool möglich sein und zeitraubendes „Copy-Paste“ vermeiden. Das KI-Tool für Redakteur:innen ist noch nicht offiziell gestartet und befindet sich gerade in der Beta-Test-Phase.
Footprint Intelligence
Footprint Intelligence ist eine SaaS-Plattform, die es Medienunternehmen ermöglicht, in Rekordzeit ihre Klimaziele zu erreichen. Der Gründer Daniel Scholz möchte mit seinem Startup Unternehmen dabei unterstützen, herauszufinden, wie groß der Footprint ihrer Medienprojekte ist – und wie sie diesen reduzieren und somit nachhaltiger werden können. Das Angebot richtet sich dabei an Medienhäuser und -agenturen, Marketing-Unternehmen, Kreativ-Agenturen und Ad-Tech-Unternehmen. Die KI unterstützt diese dabei, eine effiziente Analyse ihrer Projekte durchzuführen und offizielles Kommunikationsmaterial zu erstellen. Footprint Intelligence steht für echte Dekarbonisierung ohne Greenwashing.
Bannerbild: audEERING






